Archiv der Kategorie: Polizei Hamburg



POL-HH: 140603-1. Öffentlichkeitsfahndung nach dreistem Diebstahl eines Pkw

TVTVTVTVTVTV
Foto: 1|2|3|4|5|6

03.06.2014 | 12:35 Uhr

POL-HH: 140603-1. Öffentlichkeitsfahndung nach dreistem Diebstahl eines Pkw
   

Hamburg (ots) – Tatzeit: 08.02.2014, 16:47 Uhr Tatort: Hamburg-Hohenfelde, Lübecker Straße, Shell-Tankstelle

Die Polizei Hamburg fahndet mit Bildern aus einer Überwachungskamera nach zwei bislang unbekannten Tätern, denen vorgeworfen wird, einen Pkw Daimler Chrysler CLS 500 sowie weitere Wertgegenstände einer 28-jährigen Frau gestohlen zu haben. Das Kriminalkommissariat Region Nord führt die Ermittlungen.

Die Täter stiegen auf dem Gelände einer Tankstelle in den Pkw Daimler Chrysler der 28-Jährigen, die gerade im Tankstellenshop bezahlen wollte, und flüchteten mit dem Fahrzeug mit Vollgas vom Tankstellengelände. Der gestohlene Wagen konnte später im Greta-Zabe-Weg aufgefunden werden. Die Täter waren unterdessen mit der Handtasche, dem iPhone 5 und den Autoschlüsseln der Geschädigten weiter geflüchtet.

Umfangreiche kriminalpolizeiliche Ermittlungen führten bislang nicht zur Identifizierung der Täter.

Die Kriminalbeamten konnten Videomaterial sichern, auf dem die Täter zu erkennen sind.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte einen Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung, der vom Amtsgericht erlassen wurde.

Die Täter werden wie folgt beschrieben:

1.
– vermutlich Nordafrikaner
– 20 – 25 Jahre alt
– 175 – 185 cm groß
– kurze, dunkle Haare
– trug eine dunkle Jacke und ein orangefarbenes Tuch mit schwarzen
Aufdrucken um den Hals
2.
– südländisches Erscheinungsbild
– 20 – 25 Jahre alt
– 165 – 175 cm groß und kräftig, ein wenig korpulent
– kurze, schwarze Haare
– trug eine weiße/beigefarbene Jacke mit weißer Kapuze

Fotos der Tatverdächtigen sind dieser Meldung als Dateien angehängt.

Hinweise nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter Tel. 4286-56789 entgegen.

Sch.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: 140602-2. Verkehrsunfall mit zwei schwer verletzten Beteiligten

02.06.2014 | 15:41 Uhr

POL-HH: 140602-2. Verkehrsunfall mit zwei schwer verletzten Beteiligten
   

Hamburg (ots) – Unfallzeit: 02.06.2014, 10:31 Uhr Unfallort: Hmb.-Eilbek, Ritterstraße/Hasselbrookstraße

Eine 40-jährige Fußgängerin und ein 77-jähriger Autofahrer sind heute morgen bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt worden. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen übernommen.

Nach bisherigem Stand der Ermittlungen befuhr der 77-Jährige mit seinem Pkw VW Golf die Hasselbrookstraße in Richtung Hammer Steindamm. An der Kreuzung Hasselbrookstraße/Ritterstraße wollte er bei Grünlicht nach rechts in die Ritterstraße abbiegen. Zu diesem Zeitpunkt betrat die 40-Jährige die Fahrbahn und wollte innerhalb der Fußgängerfurt die Ritterstraße in Richtung Landwehr überqueren. Offenbar übersah der Autofahrer die Fußgängerin und fuhr sie frontal an. Die 40-Jährige stürzte auf die Fahrbahn und blieb verletzt liegen.

Der 77-Jährige wollte aus seinem Fahrzeug steigen, vermutlich um der Frau zu helfen. Er öffnete die Tür, setzte den linken Fuß auf den Boden, während das automatikgetriebene Fahrzeug sich rückwärts bewegte. Dadurch kam der 77-Jährige zu Fall und stürzte zu Boden. Der Golf überrollte den linken Unterschenkel und das rechte Bein des Fahrers, das aufgrund einer Behinderung unbeweglich ist, wurde zwischen Tür und Bodenblech in Höhe der Zarge eingeklemmt. Passanten alarmierten die Rettungskräfte.

Der 77-Jährige wurde mit Brüchen und inneren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, nachdem ein Notarzt die Erstversorgung am Unfallort übernahm. Die Fußgängerin wurde mit Beinverletzungen ins Krankenhaus gebracht.

Sw.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Ulrike Sweden
Telefon: 040/4286-56210
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: 140602-1. Männer über Bord gegangen und ertrunken – Wasserschutzpolizei ermittelt

02.06.2014 | 12:45 Uhr

POL-HH: 140602-1. Männer über Bord gegangen und ertrunken – Wasserschutzpolizei ermittelt
   

Hamburg (ots) – Unfallzeit: 01.06.2014, 17:30 Uhr Unfallort: Elbe in Höhe Hamburger Yachthafen Wedel

Gestern Abend sind zwei junge Männer aus bislang unbekannter Ursache aus ihrem Anglerboot (Motorboot mit Außenborder) in die Elbe gefallen und später ertrunken. Im Zuge einer groß angelegten Suchaktion der Wasserschutzpolizei konnten die Männer nur noch tot geborgen werden.

Gegen 17:30 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei gemeldet, dass zwei Angler über Bord gegangen seien. Die Funkstreifenboote der Wasserschutzpolizei WS 2, WS 64, WS 20, WS 35 sowie verschiedene Einsatzboote der Feuerwehr Wedel, der DLRG und der Polizeihubschrauber „Phönix 95“ wurden für die Suchmaßnahmen eingesetzt. Während der Suche wurde über die Nautische Zentrale und die Verkehrszentrale Brunsbüttel die durchgehende Schifffahrt gewarnt und um Nachschau gebeten. Die beiden Männer konnten gegen 20:40 Uhr von Tauchern der DLRG leblos unter Wasser treibend aufgefunden und geborgen werden.

Die Leichen sind dem Institut für Rechtsmedizin zur Klärung der Todesursache zugeführt worden.

Die Ermittlungen der Wasserschutzpolizei zur Klärung der Unglücksursache dauern an.

Sch.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: 140601-4. Beifahrer durch Verkehrsunfall schwer verletzt – Fahrer auf der Flucht

01.06.2014 | 14:39 Uhr

POL-HH: 140601-4. Beifahrer durch Verkehrsunfall schwer verletzt – Fahrer auf der Flucht
   

Hamburg (ots) –

Unfallort: Hamburg-Hamm, Hammer Steindamm
Unfallzeit: 01.06.2014, 02.30 Uhr

Bei einem Verkehrsunfall mit einem PKW Mini Cooper ist in der Nacht zum Sonntag ein 29jähriger Beifahrer schwer verletzt worden. Der Fahrer flüchtete vom Unfallort, ohne seinem Mitfahrer geholfen zu haben.

Der bislang unbekannt gebliebene Fahrer eines Mini Cooper fuhr mit seinem Fahrzeug auf dem Hammer Steindamm aus Richtung Sievekingsallee kommend. Beim Überholen eines anderen Fahrzeuges verlor er in Höhe einer Fußgängerinsel die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Mini Cooper kam von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Aufgrund der hohen Geschwindigkeit wurde der PKW zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Das überholte Fahrzeug wurde nicht in den Unfall verwickelt.

Während der Unfallfahrer fluchtartig das Fahrzeug und den Unfallort in Richtung Hammer Kirche verließ, war der Beifahrer schwer verletzt in dem PKW eingeklemmt. Er konnte durch die von Zeugen verständigten Rettungskräfte aus dem Fahrzeug befreit und in ein Krankenhaus gebracht werden.

Eine Fahndung mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen nach dem Unfallverursacher verlief erfolglos. Die Ermittlungen hat der Verkehrsunfalldienst Ost übernommen.

St.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Mirko Streiber
Telefon: 040/4286-56200
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: Zwei Frauen nach Handyraub zum Teil schwer verletzt – Zeugenaufruf

01.06.2014 | 13:05 Uhr

POL-HH: Zwei Frauen nach Handyraub zum Teil schwer verletzt – Zeugenaufruf
   

Hamburg (ots) –

Tatzeit: 31.05.2014, 02.20 Uhr
Tatort: Hamburg-Billstedt, Kaspar-Siemers-Weg/Schleemer Park

Ein bislang unbekannt gebliebener Täter schlug im Schleemer Park auf ein 17jähriges Mädchen und ihre 19jährige Freundin ein und raubte deren Mobiltelefone. Die Frauen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Täter ist auf der Flucht.

Die beiden Frauen hielten sich zur Tatzeit im Schleemer Park auf, als der bislang unbekannte Täter an sie herantrat und sie belästigte. Es entwickelte sich zunächst ein Streit zwischen dem Täter und der 17jährigen, in dessen Verlauf der Mann mit der Faust in das Gesicht des Mädchens schlug und anschließend ihr Mobiltelefon raubte. Danach schlug er mit den Fäusten massiv auf die 19jährige ein, die dadurch erhebliche Verletzungen im Kopfbereich erlitt. Auch ihr raubte der Mann das Mobiltelefon der Marke Ericsson und flüchtete anschließend in unbekannte Richtung.

Die Opfer liefen nach Hause und verständigten von dort aus die Polizei. Beide Frauen mussten anschließend zur ärztlichen Behandlung durch angeforderte Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Fahndung nach dem Täter mit mehreren Funkstreifenwagenbesatzungen verlief erfolglos.

Der Täter wird wie folgt beschrieben:

– Ca. 18 Jahre alt – Ca. 175 – 180 cm groß – Südländische
Erscheinung – Schwarze Haare – Bekleidet mit Jeanshose und heller
Jacke

Hinweise zu der gesuchten Person nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Telefonnummer 4286-56789 entgegen.

St.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Mirko Streiber
Telefon: 040/4286-56200
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: Aufmerksame Zeugen sorgen für Festnahme eines Taschendiebes

01.06.2014 | 12:00 Uhr

POL-HH: Aufmerksame Zeugen sorgen für Festnahme eines Taschendiebes
   

Hamburg (ots) –

Tatzeit: 31.05.2014, 13:45 Uhr
Tatort: Hamburg-Lurup, Luruper Hauptstraße

Zeugen beobachteten in einem Supermarkt einen 39jährigen Taschendieb, der einem 75jährigen Mann aus seiner Gesäßtasche das Portemonnaie zog. Der mutmaßliche Täter konnte an der Kasse festgehalten und der Polizei übergeben werden. Er wird einem Haftrichter zugeführt.

Der 39jährige serbische Staatsangehörige hielt sich in einem Supermarkt auf und nutze einen günstigen Moment, um einem 75jährigen Kunden aus dessen Gesäßtasche das Portemonnaie zu entwenden. Zeugen hatten dies beobachtet und sofort das Opfer angesprochen, der den Diebstahl bis dahin noch nicht bemerkt hatte.

Der mutmaßliche Täter konnte von dem verständigten Supermarktpersonal an der Kasse festgehalten und später der Polizei übergeben werden. Das gestohlene Portemonnaie hatte der Tatverdächtige offensichtlich auf dem Weg zur Kasse in einen Karton eines Verkaufsregals gelegt, wo es später aufgefunden und anschließend dem rechtmäßigen Besitzer wieder zurückgegeben werden konnte.

Die weiteren Ermittlungen ergaben, dass der Tatverdächtige mit einem Fahrzeug zum Tatort gefahren war. In dem Fahrzeug konnte ein Smartphone sichergestellt werden, das vermutlich ebenfalls aus einem Diebstahl stammt. Die Ermittlungen hierzu dauern an.

Der bereits einschlägig in Erscheinung getretene Serbe wird einem Haftrichter zugeführt.

St.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Mirko Streiber
Telefon: 040/4286-56200
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: Auto überschlägt sich – Fahrer schwer verletzt

01.06.2014 | 12:00 Uhr

POL-HH: Auto überschlägt sich – Fahrer schwer verletzt
   

Hamburg (ots) –

Unfallzeit: 31.05.2014, 21:30 Uhr
Unfallort: Hamburg-Mümmelmannsberg, Kandinskyallee o.Nr.

Ein unter Alkoholeinfluss stehender 65jährige Autofahrer überschlug sich am Samstagabend mit seinem Fahrzeug und wurde dabei schwer verletzt.

Der polnische Fahrer eines Ford Fiestas fuhr im linken Fahrstreifen der Kandinskyallee in Richtung der Bergedorfer Straße. Kurz vor der Auffahrt zur Bundesstraße 5 wechselte er den Fahrstreifen und kam dabei nach rechts von der Fahrbahn ab. Hierbei stieß er mit einem geparkten Anhänger zusammen.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Anhänger auf den Grünstreifen geschoben. Der Fiesta kippte um, rutschte auf den linken Fahrstreifen und blieb dort schließlich auf dem Dach liegen.

Passanten verständigten die Rettungskräfte und leisteten sofort Erste Hilfe. Der Fahrer wurde mit Kopfverletzungen stationär in einem Krankenhaus aufgenommen.

Nach ersten Ermittlungen besteht der Verdacht, dass der 65jährige Pole unter Alkoholeinfluss stand und nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Ihm wurde eine Blutprobe abgenommen und das Fahrzeug sichergestellt.

St.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Mirko Streiber
Telefon: 040/4286-56200
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: 140530-2. Raub auf Imbiss – Zeugenaufruf

30.05.2014 | 13:59 Uhr

POL-HH: 140530-2. Raub auf Imbiss – Zeugenaufruf
   

Hamburg (ots) – Tatzeit: 29.05.2014, 20:35 Uhr Tatort: Hamburg-St.Georg, Steindamm

Die Polizei fahndet nach einem ca. 40-jährigen Mann, der gestern Abend den Inhaber eines Imbisses überfallen und beraubt hat. Das örtliche Raubdezernat, LKA 114, hat die Ermittlungen übernommen.

Der Täter betrat erstmalig am frühen Nachmittag den Imbiss und bat den Inhaber um etwas zu essen, da er kein Geld hätte. Der 57-Jährige kam der Bitte nach und lieh dem Mann zusätzlich noch Geld für ein Telefonat. Etwa zwei Stunden später erschien der Täter erneut in dem Geschäft und lieh sich weitere 26 Euro. Als Pfand hinterließ er eine Reisetasche und Dokumente.

Zur Tatzeit betrat der Unbekannte wiederum den Imbiss. Nachdem er vom Inhaber seine Dokumente zurückerhalten hatte, schlug er diesen plötzlich und unvermittelt mit einem Stein nieder.

Der Geschädigte stand jedoch sofort wieder auf und lief laut um Hilfe rufend aus seinem Geschäft. Unter Mitnahme mehrerer Getränkeflaschen ergriff der Täter daraufhin sofort die Flucht über einen Hinterausgang.

Der Geschädigte wurde leicht verletzt. Er alarmierte umgehend die Polizei. Eine Sofortfahndung mit mehreren Funkstreifenwagen führte jedoch nicht zur Festnahme des Täters. Er wird wie folgt beschrieben:

– Iraner – ca. 40 Jahre alt – ca. 180 cm groß, schlanke Statur –
kurzes, dunkles, graumeliertes Haar – grauer Vollbart – blaue Jacke,
hellblaues Hemd

Wie sich herausstellte, handelt es sich bei der vom Täter zurückgelassenen Reisetasche vermutlich um Stehlgut.

Hinweise auf den Täter nimmt die Verbindungsstelle im Landeskriminalamt unter der Rufnummer 4286-56789 entgegen.

Sy.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Karina Sadowsky
Telefon: 040/4286-56214
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de



Quelle: news aktuell / dpa

POL-HH: 140530-1. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei Hamburg – Schlag gegen die organisierte Kriminalität – polnische Bande von Enkeltrickbetrügern verhaftet

30.05.2014 | 11:02 Uhr

POL-HH: 140530-1. Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft und Polizei Hamburg – Schlag gegen die organisierte Kriminalität – polnische Bande von Enkeltrickbetrügern verhaftet
   

Hamburg (ots) – Einladung zum Fototermin

Zeit: 27.05.2014 Ort: Deutschland: Hamburg, Essen, Duisburg, Moers, Gelsenkirchen, Limburgerhof; Polen: Warschau, Lodz, Legionowo, Posen

Seit November 2012 führen die Staatsanwaltschaft Hamburg und die Abteilung für Organisierte Kriminalität im Landeskriminalamt ein Ermittlungsverfahren gegen eine polnische Tätergruppierung wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen bandenmäßigen Betruges, des sogenannten Enkeltrickbetrugs. Aus den bekanntgewordenen Taten ergaben sich konkrete Hinweise auf eine mehrstufige hierarchische Organisationsstruktur, die neben den generellen OK-Merkmalen das spezielle Merkmal der geschäftsähnlichen Struktur verwirklichten. Die Haupttäter leben in Polen, einige aber auch in Deutschland.

Nach den Erkenntnissen der Ermittler hatten sich die Täter zusammengeschlossen, um sich durch in wechselnder Tatbeteiligung begangene „Enkeltrick“-Betrugstaten eine erhebliche Einnahmequelle zu verschaffen. Dadurch finanzierten sie sich einen luxuriösen Lebensunterhalt.

Nach umfangreichen kriminalpolizeilichen Ermittlungen kamen die OK-Ermittler der Familienbande auf die Spur, die als Erfinder des sogenannten Enkeltricks gelten. Die Tätergruppierung ging äußerst professionell und strukturiert vor. Die im Zuge des langjährigen Verfahrens identifizierten und in Polen wohnhaften Arkadiusz L. (46), Marcin K. (27) und Adam Miroslaw P. (44) konnten als Haupttatverdächtige und Anrufer, auch sogenannte „Keiler“, ermittelt werden. Sie hielten sich in Polen auf und riefen gezielt ältere Menschen in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz an, wobei sie sich als deren Verwandte oder Bekannte ausgaben. Ihre Opfer waren zwischen 55 und 99 Jahre alt. Die Täter täuschten vor, sich in einer finanziellen Notlage zu befinden und baten ihre späteren Opfer, so schnell wie möglich hohe Bargeldsummen, Schmuck oder andere Wertsachen an sie zu übergeben. Sobald die Täter („Keiler“) merkten, dass ein Opfer auf die Lüge hereingefallen und in Besitz von Geld oder Wertsachen war, kontaktierten die „Anrufer“ ihre überwiegend in Polen, aber auch in Deutschland und der Schweiz sitzenden „Logistiker“ (auch „Zwischenkeiler“ genannt).

Die „Logistiker“ dirigierten weitere Mittäter, die sogenannten „Abholer“, zu den Adressen der älteren Leute. Dort nahmen die „Abholer“ das Geld und die Wertsachen in Empfang.

Die Beute wurde dann über Boten nach Polen zu den Hinterleuten gebracht. Durch diese Arbeitsteilung innerhalb der Bande konnten die Hinterleute zur Ausführung ihrer Taten in ihrem Heimatland Polen bleiben.

Mit jetzigem Ermittlungsstand ergibt sich für Staatsanwaltschaft und Polizei ein entstandener Schaden in Höhe von fast 1 Million Euro und fast 700.000 Schweizer Franken in 97 Fällen.

Inzwischen richtet sich der OK-Verfahrenskomplex, der sowohl in Deutschland als auch in Polen geführt wird, gegen insgesamt 48 Beschuldigte im Alter von 16 bis 63 Jahren mit Wohnsitzen überwiegend in Deutschland und Polen. Drei der Beschuldigten sind als „Keiler“ einzustufen, dreizehn als „Zwischenkeiler“, der Rest agierte als Abholer.

Während des laufenden OK-Verfahrens gelang es bereits 35 Abholern in Deutschland, Luxemburg und der Schweiz nach Enkeltrickbetrügereien vorläufig festzunehmen. Dabei stellten die Ermittler neben dem übergebenen Schmuck auch Bargeld in Höhe von ca. 350.000,- Euro sicher. Die Geschädigten erhielten ihr Eigentum wieder zurück.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg sowie die Bezirksstaatsanwaltschaft Warschau erwirkten eine Vielzahl von Beschlüssen. Am vergangenen Dienstag haben insgesamt 170 deutsche und polnische Beamte 14 Haftbefehle und 30 Durchsuchungsbeschlüsse in Hamburg, Essen, Duisburg, Gelsenkirchen, Limburgerhof, Warschau, Posen, Legionowo und Lodz vollstreckt. In Polen konnten unter anderem zwei der Haupttäter verhaftet werden.

Bei den Durchsuchungen wurden zahlreiche Schmuckstücke, Bargeld sowie hochwertige Pkw sichergestellt.

Die Beschuldigten wurden verschiedenen Untersuchungshaftanstalten zugeführt.

Aufgrund der intensiven Zusammenarbeit zwischen den deutschen und polnischen Behörden gelang es in diesem OK-Verfahren, auch die im Ausland sitzenden Hintermänner der Taten dingfest zu machen und dadurch die Bande zu zerschlagen.

Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel und die weiteren Ermittlungen dauern an.

Teile der sichergestellten Beweismittel können heute um 13:00 Uhr im Polizeipräsidium, 22297 Hamburg, Bruno-Georges-Platz 1, Großer Sitzungssaal, fotografiert werden.

Sch.

Rückfragen bitte an:

Polizei Hamburg
Polizeipressestelle, PÖA 1
Andreas Schöpflin
Telefon: 040/4286-56211
Fax: 040/4286-56219
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg.de

und

Generalstaatsanwaltschaft Hamburg
Pressestelle der Staatsanwaltschaften
Nana Frombach
Oberstaatsanwältin
Tel.: 040/42843-2108



Quelle: news aktuell / dpa