PD Dresden – Ausschreitungen vor geplanter Flüchtlingsunterkunft / Großzelte für Flüchtlinge mit Pyrotechnik beworfen

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Ausschreitungen vor geplanter Flüchtlingsunterkunft / Großzelte für Flüchtlinge mit Pyrotechnik beworfen

Verantwortlich: Marko Laske

Stand: 10.10.2015, 09:00 Uhr

Landeshauptstadt Dresden

Ausschreitungen vor geplanter Flüchtlingsunterkunft


Gestern Abend kam es vor der geplanten Flüchtlingsunterkunft an der Boxberger Straße zu Ausschreitungen.


Bis gegen 18.30 Uhr versammelten sich zunächst etwa 50 Asylbefürworter zu einem Willkommensfest vor der künftigen Flüchtlingsunterkunft. Dabei handelt es sich um ein Schulgebäude, welches aktuell noch nicht von Flüchtlingen bewohnt wird. Demgegenüber fanden sich im Umfeld etwa 30 bis 40 Personen ein, die Parolen gegen die Unterkunft skandierten und damit das Willkommensfest störten. Kurz darauf entfernte sich diese Gruppe.


Gut anderthalb Stunden später tauchten erneut Asylgegner im Umfeld der Boxdorfer Straße auf und skandierten erneut Parolen, die sich gegen die geplante Flüchtlingsunterkunft richteten. Polizeibeamte drängte die Gruppe ab und konnte die Lage zwischenzeitlich beruhigen.


Gegen 21.30 Uhr verschärfte sich die Situation. Die Stimmung der Asylgegner zeigte sich nun aufgeheizt und aggressiv. Letztlich wurden aus der Gruppe Falschen gegen Polizeibeamte und Einsatzfahrzeuge geworfen. Zudem wurde Pyrotechnik in Größenordnungen gezündet.


Durch das konsequente Einschreiten der Polizeibeamten konnte die Lage nach einiger Zeit beruhigt werden. Die Beamten sicherten den Bereich bis in die Morgenstunden ab.


Die Einsatzkräfte nahmen vier Tatverdächtige vorläufig fest. Gegen drei von ihnen wird wegen Landfriedensbruch ermittelt. Gegen den anderen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Zudem stellten die Beamten die Personalien von 52 Personen fest.


Großzelte für Flüchtlinge mit Pyrotechnik beworfen


Zu einem weiteren Vorfall kam es gestern Abend nach dem Fußballpokalspiel in Dresden.


Auf dem Heimweg vom Stadion warfen etwa 20 Personen Pyrotechnik auf die Großzelte für Flüchtlinge an der Gutzkowstraße. Sofort eingesetzte Polizeibeamte konnten die Gruppe noch vor Ort stellen. Allesamt werden sich wegen Landfriedensbruch verantworten müssen. In der Unterkunft wurde nach bisherigem Erkenntnisstand niemand verletzt.


Etwa 50 Personen, die augenscheinlich dasselbe Ziel hatten, wurden von Einsatzkräften im Bereich der Schnorrstraße aufgehalten. Aus der Gruppe heraus wurden Polizeibeamte in einem zivilen Einsatzfahrzeug attackiert. Gegen das Fahrzeug wurde getreten und eine Seitenscheibe eingeschlagen. Die Beamten blieben unverletzt. Die Personalien der 50 Personen wurden aufgenommen. Weitere Ermittlungen werden folgen. (ml)


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Quelle: Polizei Sachsen