PD Leipzig – 3 platte Reifen? Auto fährt trotzdem!/Dieseldieb gefasst/Schwer verletzt – Unfallursache unklar

Inhalt
3 platte Reifen? Auto fährt trotzdem!/Dieseldieb gefasst/Schwer verletzt – Unfallursache unklar

Verantwortlich: Maria Braunsdorf, Katharina Geyer

Stand: 09.09.2015, 16:15 Uhr

Kriminalitätsgeschehen

Stadtgebiet Leipzig


3 platte Reifen? Auto fährt trotzdem!   


Ort: Leipzig, Lausen-Grünau, Ratzelstraße
Zeit: 08.09.2015, gegen 22:05 Uhr


<P>Auf unkonventionelle Weise walkte gestern Nacht ein grüner Hyundai nach Hause. Sein Fahrer – ein 34-jähriger Leipziger – hatte dem Wagen zuvor eine Fahrt über Bordsteinkanten hinein ins Gleisbett der Endhaltestelle Lausen zugemutet. Als er dort so stand, im Dunkeln und zwischen den Gleisen, stieg der Fahrer kurz aus, betrachtete sich die platten Reifen – es waren drei an der Zahl! – und stieg wieder ein. Gänzlich dem Motor und den Achsen des Wagens vertrauend, legte er den Rückwärtsgang ein, „hoppelte“ rückwärts über die Gleise und erneut die Bordsteinkanten, zurück auf die Straße. Danach musste der geschundene Hyundai den Weg in Richtung Lausen antreten. All das wurde von einem Zeugen beobachtet, der daraufhin die Polizei informierte und ihnen sogar das Nummernschild mitteilen konnte. Hierauf trafen die uniformierten Kollegen den Mann und seinen Wagen bei sich daheim an – das Auto: ziemlich demoliert, der Mann: ausreichend alkoholisiert. Ein freiwilliger Atemalkoholtest schlug bei 1,76 Promille aus, was zur Folge hatte, dass die Polizisten den Mann mit aufs Revier nahmen. Dort sollte mit allen Mitteln der ärztlichen Kunst eine Blutentnahme durchgeführt werden. Damit war der Herr dann allerdings, trotz Anordnung durch die Staatsanwaltschaft, nicht so recht einverstanden und wehrte sich vehement. Vier starke Männer der Polizei mussten ihn festhalten, damit der Arzt auch wirklich nur eine Ader anstechen konnte, um etwas Blut für die genaue Bestimmung des Blutalkoholwertes zu entnehmen. Zusätzlich zur Anzeige wegen Trunkenheit im Verkehr erwartet den Leipziger nun also noch eine Anzeige wegen Widerstands gegen Polizeivollzugsbeamte. Den Führerschein ist er im Übrigen auch gleich losgeworden … (KG)
 
 
Landkreis Nordsachsen


Einlieferung per gerichtlichem Beschluss  


Ort: Belgern-Schildau, OT Sitzenroda
Zeit: 08.09.2015, gegen 18:30 Uhr


Gestern Abend bei der Festnahme eines 43-Jährigen in Sitzenroda wurde ein Polizeibeamter durch diesen mit einem Messer verletzt. Für den Mann aus Belgern-Schildau lag ein gerichtlicher Beschluss zur Einweisung in ein Fachkrankenhaus vor, weshalb die Polizei sich am gestrigen Abend nach einem Hinweis in jenen Ort begab. Im Verlauf der Suche wurde bekannt, dass sich der Mann in seiner Wohnung eingeschlossen hatte. Da der 43-Jährige in keiner Weise mit der Polizei und auch nicht mit seinem hinzugerufenen Betreuer zusammenarbeiten wollte, musste die Wohnung durch einen Schlüsseldienst geöffnet werden. Innerhalb der Wohnung verschanzte er sich daraufhin in der Küche und schrie die Beamten durch die verschlossene Tür an. Ein Polizist, der daraufhin in die Küche vordringen wollte, wurde durch den Mann augenblicklich mit einem Messer attackiert. Der Beamte wurde am Unterarm verletzt und sofort medizinisch versorgt. Der 43-Jährige indes hielt die übrigen Beamten weiterhin mit seinem Messer in Schach. Irgendwann gelangten die Polizisten mit Hilfe von Pfefferspray in die Küche. Von dieser gelangte der Gesuchte in ein weiteres Zimmer und hielt dort die Tür verschlossen. Die Kollegen schlugen die Verglasung der Tür ein und drängten, geschützt durch ein Einsatzschild und unter Einsatz eines Mehrzweckstocks, in den Raum hinein. Der Mann wurde letztendlich entwaffnet, festgenommen und in ein psychiatrisches Fachkrankenhaus gebracht. Der verletzte Polizeibeamte (53) konnte noch am selben Abend die Klinik verlassen. Zum Glück ist dieser Einsatz, dank der umsichtigen Handlungsweise der Polizisten glimpflich ausgegangen, auch wenn zu bedauern ist, dass ein Kollege verletzt wurde – es hätte auch schlimmer ausgehen können … (KG)


Dieseldieb gefasst           


Ort: Krostitz; Dübener Straße
Zeit:  09.09.2015, 00:45 Uhr


Während einer Verkehrskontrolle konnten Gesetzeshüter ein „Diesellager“ ausheben. Sie hatten einen dunkelblauen Mercedes Vito nahe einer Tankstelle festgestellt und sich entschlossen, den Fahrer (47) zu kontrollieren. Als der 47-Jährige den Laderaum öffnete, nährte sich der Verdacht bei den Gesetzeshütern, dass ihnen ein potentieller Dieseldieb gegenüberstehen könnte. Immerhin, der Vito-Fahrer hatte 27 Plastikkanister à 30 Liter gefüllt mit Diesel, zwei Plastikkanister  à 20 Liter gefüllt mit Öl, Putzmittel, Werkzeuge, Baulampe und Plastikschläuche geladen. Einen Nachweis über den Erwerb konnte er nicht vorlegen. So wurde vorsorglich die Ladung sichergestellt und die Ermittlungen wegen des Anfangsverdachts des Diebstahls aufgenommen. (MB)



 
Verkehrsgeschehen


Stadtgebiet Leipzig


Kind verschwindet mit Opa nach Unfall      


Ort: Leipzig, OT Reudnitz-Thonberg, Albert-Schweitzer-Straße/Eilenburger
 Straße
Zeit: 08.09.2015, gegen 16:50 Uhr


Gestern Nachmittag kam es am Lene-Voigt Park zu einem Unfall, bei dem ein 5-Jähriger mit dem Fahrrad gegen ein haltendes Auto fuhr. Die Polizei sucht nun nach dem Jungen und seinem Opa. Doch was genau war geschehen? Der Fahrer (49) eines blauen VW Polo hatte die Albert-Schweitzer-Straße befahren und wollte an der Kreuzung vom Lene-Voigt Park nach links in die Eilenburger Straße abbiegen. Hierfür hielt er kurz an, um den Verkehr zu beobachten. In dem Moment als er losfahren wollte, kam aus dem gegenüberliegenden Park ein kleiner Junge auf einem Fahrrad gefahren. Er querte zuerst den Fußweg, fuhr dann auf die Straße und prallte gegen das Fahrzeug des 49-Jährigen. Dieser stieg sofort aus, um nach dem Kind zu sehen. Da erschien auch schon ein älterer Herr aus dem Park – ebenfalls auf einem Fahrrad – und erklärte, dass er der Opa des Jungen sei. Der Kleine sagte, dass er fünf Jahre alt sei und sich nicht verletzt habe. Der 49-Jährige wollte dem Großvater seine Personalien und Telefonnummer geben und bat ihn auch um seine persönlichen Daten, damit der Unfall auch aktenkundig gemacht werden könne. Er telefonierte eben mit seiner Firma, um ihr den Unfall zu melden, da setzten sich Opa und Kind auf die Räder und fuhren davon. So schnell konnte der 49-Jährige gar nicht reagieren, da waren die beiden auch schon weg.


Den älteren Herrn konnte er als Deutschen, ca. 1,80 m groß, etwa 60 bis 65 Jahre alt mit stämmiger Figur und grauen kurzen Haaren beschreiben. Das Kind trug auf den schwarz-gelockten Haaren einen Fahrradhelm, hatte eine schlanke, zierliche Gestalt, trug eine graue Hose und eine blaue Jacke. Der Junge sprach Deutsch ohne Akzent und hatte eine sehr dunkle (schwarze) Hautfarbe. Die beiden waren die Albert-Schweitzer-Straße in südlicher Richtung, über die Oststraße hinweg, davon gefahren und hatten danach eines der Häuser betreten.


Wer erkennt die beiden Personen anhand der Beschreibung oder weiß, um wen es sich dabei handelt? Zeugen werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Leipzig-Zentrum, Ritterstraße 19 – 21 in 04109 Leipzig, Tel. (0341) 7105 – 0 zu melden. (KG)


Erst angefahren, dann beleidigt, später abgehauen      


Ort: Leipzig; OT Marienbrunn, An der Märchenwiese
Zeit:  08.09.2015, 15:50 Uhr


… dennoch konnte der Toyotafahrer (37) namentlich bekannt gemacht werden, der einen 73-Jährigen angefahren hatte. Der 37-Jährige war mit seinem Toyota
auf dem unbefestigten Fußweg so knapp an dem älteren Herrn vorbeigerollt, dass er dessen Unterarm touchierte. Prellungen waren das Ergebnis. Jedenfalls hielt der „Rüpel“ umgehend an, stieg aus und ließ gegenüber dem 73-Jährigen die weniger vornehm formulierte Frage sinngemäß vernehmen: „Ob er ihm auf den Mund hauen solle?“ Daraufhin sah sich der ältere Herr gedrängt zu erklären, dass es ein Fußweg sei auf dem er führe und er wegen seiner flegelhaften Worte Anzeige erstatten werde. Gesagt, getan – der Mann erstattete Anzeige, nannte den Gesetzeshütern das Kennzeichen. Diese führte die Ermittler auf die Fährte des 37-Jährigen, der nach dem Wortwechsel, ohne sich namentlich bekannt zu machen, davon gefahren war. Gegen ihn wird nun wegen unerlaubten Entfernen vom Unfallort, wegen fahrlässiger Körperverletzung und wegen Beleidigung ermittelt. (MB)


Was war geschehen?        


Ort: Leipzig; OT Südvorstadt, Karl-Liebknecht-Straße/Ecke Steinstraße
Zeit:  08.09.2015, 07:40 Uhr


Das fragte sich eine Dame (57), nachdem sie im Krankenhaus wieder zu Bewusstsein kam. Sie erinnerte sich noch, mit ihrem Fahrrad auf der Karl-Liebknecht-Straße stadteinwärts gefahren zu sein. Höhe Einmündung Steinstraße verließ sie dann jede Erinnerung. Eine Radlerin (32) hatte sie auf der Höhe überholt, dabei aber nicht auf ausreichenden Seitenabstand geachtet, so dass sich beide berührten und stürzten. Die 32-Jährige blieb unverletzt. Doch die Dame erlitt Prellungen an der Hüfte und ein Schädel-Hirn-Trauma. Das mag Grund sein, weshalb sie sich an Teilgeschehnisse zum Unfall nicht erinnern kann und auch nicht an den Transport ins Krankenhaus. Sie konnte später nach ambulanter Behandlung nach Hause entlassen werden. (MB)


Landkreis Nordsachsen


Ein Sitzplatz war noch frei                    


Ort: Bad Düben; Dommitzscher Straße
Zeit: 08.09.2015, 16:00 Uhr


Gemütlich radelte ein 27-Jähriger, seinen kleinen „Knopf“ auf dem Oberschenkel sitzend, durch Bad Dübens Straßen. Angesichts dessen hielt ihn eine Polizeistreife an und wies auf die Gefährlichkeit seines Unterfangens hin. Nebenbei stellten die Gesetzeshüter außerdem fest, dass der Radler unter Einfluss von Amphetaminen stand, ein Klappmesser in der Gürteltasche trug und „sein“ Fahrrad“ die Rahmennummer durch mechanischen Eingriffe „eingebüßt“ hatte. Messer und Fahrrad wurden sichergestellt und die Ermittlungen wegen Verstoß gegen das BtMG, das WaffG und Ordnungswidrigkeitsgesetz aufgenommen. (MB)


Schwer verletzt – Unfallursache unklar       


Ort: Doberschütz; OT Winkelmühle, K 7402, OV Wöllnau i. Ri. Winkelmühle
Zeit:  08.09.2015, 18:30 Uhr


Die Fordfahrerin (28), die auf der K 7402 in Richtung Winkelmühle fuhr und aus bislang ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet, erfasste eine entgegenkommende Opelfahrerin (24). Durch den Aufprall beider Autos überschlug sich der Ford Eco Sport mehrmals und blieb erst in ca. 30 Meter Entfernung auf einem Feld liegen. Der Opel Escort drehte sich auf der Fahrbahn, bis auch er stehen blieb. Beide Frauen wurden schwer verletzt und befinden sich derzeit in stationärer Behandlung umliegender Kliniken. Außerdem mussten beide Autos abgeschleppt werden, an denen ein Sachschaden von ca. 20.000 Euro entstand. (MB)


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Quelle: Polizei Sachsen