„Gemeinsame Informationssammel- und Auswertestelle“ zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität nimmt Betrieb auf
NIEDERBAYERN / PASSAU. Zur effektiven Bekämpfung der Schleuserkriminalität wurde mit Beginn September diesen Jahres die „Gemeinsame Informationssammel- und Auswertestelle“, kurz „GISA“ genannt, ins Leben gerufen. Diese bei der Kripo in Passau angesiedelte Expertengruppe soll gezielt länderübergreifend Fahndungsmaßnahmen koordinieren und steuern, sowie rasch und unbürokratisch Ermittlungserkenntnisse verwerten und austauschen.
Foto mit den Angehörigen der „GISA“ am Tag der Errichtung und der Begrüßung durch Polizeivizepräsident Anton Scherl
Teamleiter PHK Günter Kunkel (1. v. l.), Polizeivizepräsident Anton Scherl (5. v. l.) und Alois Mannichl (3. v. r.), zusammen mit den Mitgliedern der „GISA“
Basierend auf einem Arbeitstreffen zur Migrations- und Flüchtlingssituation mit Vertretern des österreichischen Bundeskriminalamtes, der deutschen Bundespolizei, des Schweizer Grenzwachtkorps und der Bayerischen Landespolizei kamen die Teilnehmer überein, diese „Fachdienststelle“ als wirkungsvollen Baustein zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität zeitnah zu errichten. Dieses Arbeitstreffen fand auf Einladung des Bundesministeriums für Inneres der Republik Österreich in den Räumlichkeiten der Landespolizeidirektion Salzburg statt.
Die „GISA-Schleusung“ soll durch den unmittelbaren Austausch von Informationen aus den jeweiligen nationalen Datenbanken eine schnelle Generierung von grenzüberschreitenden polizeilichen Maßnahmen zur Identifizierung und Festnahme von Schleusern, sowie zur nachhaltigen Zerschlagung internationaler Schleusernetzwerke ermöglichen.
Alle beteiligten Organisationen haben unverzüglich dem schnellen Aufbau der „GISA-Schleusung“ zugestimmt und bereits einen Experten entsandt.
Das Polizeipräsidium Niederbayern stellt für die „GISA-Schleusung“ ein Großraumbüro in den Räumen der Kriminalpolizeiinspektion Passau zur Verfügung.
Niederbayerns Polizeivizepräsident Anton Scherl und der Sachgebietsleiter für Verbrechensbekämpfung im Polizeipräsidium Niederbayern, Alois Mannichl, haben Anfang September die Experten dieser „Arbeitsgruppe“ willkommen geheißen und hoffen, dass die Spezialisten, die mit Herzblut an die Sache herangetreten sind, durch entsprechende Kompetenzbündelung rasch erste Ermittlungserfolge zu verbuchen haben werden.
Medien-Kontakt: Pol.-Präs. Ndby., Presse-Team, Michael Emmer, PHK, 09421-868-1013
Veröffentlicht am 09.09.2015, 12.18 Uhr