Pressebericht vom 01.01.2015

Pressebericht vom 01.01.2015

Inhalt:

1. Bilanz der Silvesternacht

2. Festnahme einer Einbrecherin – Neuperlach

3. Versuchter Wohnungseinbruch – Täter festgenommen – Untermenzing

4. Betrunkener russischer Tourist belästigt Busfahrer und verletzt Polizeibeamten – Neuperlach

5. Unfallopfer beleidigt Polizeibeamte – Haidhausen

6. Mann schießt mit Gaspistole aus dem Fenster – Westend

7. Betrunkener fällt in den Gleisbereich der U-Bahn und wird leicht verletzt – Schwabing

1. Bilanz der Silvesternacht
Wie gewohnt fiel die Silvesternacht für die Münchner Polizei auch dieses Jahr sehr arbeitsreich aus. Im Zeitraum vom 31.12.2014, 20:00 Uhr, bis 01.01.2015, 08:30 Uhr, fuhren die Beamten zu über 290 silvestertypischen Einsätzen.

Es handelte sich hauptsächlich um Schlägereien, Streitereien und Randalierer (131), Hilfeleistungen für betrunkene und/oder verletzte Personen (41), Einsätze im Zusammenhang mit pyrotechnischen Gegenständen (85) und Brände (15).

Am Friedensengel, dem Europaplatz und den angrenzenden Parkanlagen feierten ca. 4.500 Personen mit viel Alkohol und Pyrotechnik. Eine Person wurde durch herabfallende Pyrotechnik am Kopf verletzt (Kopfplatzwunde) und vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht.

Sonst gab es keine größeren Störungen. Der Verkehr war in diesem Bereich von 22.50 bis 02.45 Uhr gesperrt.

2. Festnahme einer Einbrecherin – Neuperlach
Bereits am 26.10.2014 wurde zwischen 15:00 Uhr und 17:40 Uhr in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Carl-Wery-Straße in Neuperlach eingebrochen.

Eine unbekannte Frau läutete an der Wohnungstüre einer Bewohnerin des Mehrfamilienhauses und bat um einen Schuhlöffel, da sie sich angeblich ausgesperrt hätte. Sie wolle mit diesem Schuhlöffel ihre Wohnungstüre öffnen. Die Bewohnerin gab ihr einen Schuhlöffel und später stellte sich heraus, dass die Unbekannte den Schuhlöffel nutzte, um eine fremde Wohnungstüre aufzubrechen. Aus dieser entwendete sie dann mehrere Schmuckstücke (Halsketten und Ring).

Da die Bewohnerin, bei der die Unbekannte zuerst geläutet hatte, die Täterin gut beschreiben konnte, konnte sie identifiziert werden. Es handelt sich um eine 24-jährige Bosnierin. Im Rahmen von Fahndungsmaßnahmen konnte sie am 19.12.2014 in München festgenommen werden. Ihr konnten noch weitere Straftaten nachgewiesen werden. Sie wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und dieser erließ einen Haftbefehl.

3. Versuchter Wohnungseinbruch – Täter festgenommen – Untermenzing
Am 31.12.2014, um 01:45 Uhr, versuchten zwei männliche Personen in einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Eversbuschstraße in Untermenzing einzubrechen. Zeugen, die in dem Haus wohnen, bemerkten in der Nacht verdächtige Geräusche im Flur und sie sahen durch ihren Türspion. Dabei erblickten sie die beiden Personen, die mit Werkzeugen an anderen Wohnungstüren hantierten. Die Zeugen verständigten sofort die Polizei.

Beamte der Polizeiinspektion 44 (Moosach) konnten am Tatort einen 23-jährigen Polen festnehmen. Sein Mittäter konnte flüchten. Eine sofort eingeleitete Fahndung, an der über 20 Streifen beteiligt waren, verlief ergebnislos.
In dem Mehrfamilienhaus wurden an mehreren Türen Aufbruchspuren festgestellt.
Der 23-Jährige wird am 01.01.2015 dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Wem sind im angegebenen Tatzeitraum verdächtige Personen oder Fahrzeuge in der Eversbuschstraße oder in deren näheren Umgebung aufgefallen?

4. Betrunkener russischer Tourist belästigt Busfahrer und verletzt Polizeibeamten – Neuperlach
Am 30.12.2014, um 23:10 Uhr, befand sich ein 34-jähriger russischer Tourist aus Moskau in einem Bus am Karl-Marx-Ring in Neuperlach. Er war alkoholisiert und belästigte den fahrenden Busfahrer. Dieser musste anhalten und er forderte den Russen auf, den Bus zu verlassen. Der russische Tourist kam dieser Aufforderung nicht nach und der Busfahrer verständigte die Polizei.
Die Polizeibeamten erteilten dem Russen einen Platzverweis, dem dieser nicht folgte. Daraufhin wurde ihm zur Durchsetzung des Platzverweises ein Gewahrsam angedroht.

Nachdem er weiterhin den Aufforderungen der Polizeibeamten nicht nachkommen wollte, wurde ihm ein erneuter Gewahrsam erklärt und ihm wurden die Handfesseln angelegt. Beim Weg zum Streifenwagen trat er nach einem 27-jährigen Polizeibeamten der PI 24 (Perlach). Er traf ihn und verletzte ihn leicht am Schienbein. Daraufhin wurde der Russe zu Boden gebracht und danach zur PI 24 transportiert, wo er seinen Rausch ausnüchtern musste.

Er wurde wegen einer Körperverletzung und eines Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte angezeigt. Er musste eine Sicherheitsleistung von 400,- Euro bezahlen.

5. Unfallopfer beleidigt Polizeibeamte – Haidhausen
Am 30.12.2014, um 22:30 Uhr, überquerte ein 77-jähriger Münchner die Rosenheimer Straße in Haidhausen. Zur gleichen Zeit fuhr dort eine 40-jährige Münchnerin mit ihrem Mercedes Pkw. Sie erkannte den Fußgänger, der außerhalb eines Fußgängerüberwegs die Straße überquerte, nicht rechtzeitig und stieß mit ihm zusammen.

Der 77-Jährige wurde bei dem Unfall verletzt (Kopfplatzwunde).
Der alarmierte Rettungsdienst versorgte die Wunde. Einen Transport ins Krankenhaus zur weiteren Wundversorgung lehnte der 77-jährige Münchner ab.

Beamte der Polizeiinspektion 21 (Au) wollten den Unfall aufnehmen. Damit war der 77-Jährige nicht einverstanden und er beleidigte die Beamten mit politisch und sittlich nicht korrekten Bezeichnungen. Er wurde wegen einer Beleidigung angezeigt.

Zur weiteren Bearbeitung des Unfalls und der Strafanzeige wurde der 77-Jährige zur PI 21 gebracht. Dort sah er ein, dass seine Kopfplatzwunde besser im Krankenhaus versorgt werden sollte. Die Beamten alarmierten den Rettungsdienst und der Münchner wurde zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht.

6. Mann schießt mit Gaspistole aus dem Fenster – Westend
Am 31.12.2014, um 13:45 Uhr, alarmierten Zeugen den Polizeinotruf, da sie sahen, wie aus dem Fenster einer Wohnung in der Tulbeckstraße im Westend mit einer Pistole geschossen wurde. Beamte der Polizeiinspektion 14 (Westend) fuhren zu der Wohnung und trafen dort auf einen 22-jährigen Münchner. Er gab die Tat zu und zeigte den Beamten seine Waffe, die er ungesichert in einem Schrank aufbewahrte. In der Wohnung befanden sich noch mehrere Kinder.

Anscheinend wollte der 22-Jährige den 31.12., an dem der Gebrauch von Pyrotechnik erlaubt ist, nutzen, um seine Gaspistole auszuprobieren. Die Beamten stellten die Waffe zur Gefahrenabwehr sicher.

Der 22-Jährige wurde wegen eines Verstoßes nach dem Waffengesetz angezeigt. Zusätzlich wird zur weiteren Überprüfung des Münchners ein Bericht an das Kreisverwaltungsreferat als zuständige Behörde geschickt.

7. Betrunkener fällt in den Gleisbereich der U-Bahn und wird leicht verletzt – Schwabing
Am 01.01.2015, um 01:35 Uhr, befand sich ein 60-Jähriger aus Taufkirchen im U-Bahnhof Scheidplatz in Schwabing. Er war alkoholisiert und stieg aus einer U-Bahn aus. Er wollte in eine weitere U-Bahn einsteigen, die sich an dem parallelen Bahnsteig befand.

Er übersah jedoch, dass sich zwischen den beiden Bahnsteigen noch zwei Gleise befinden. Er stürzte in diesen Gleisbereich.
Zu diesem Zeitpunkt fuhr ein 31-jähriger U-Bahnfahrer aus dem Landkreis Ebersberg mit seiner U-Bahn auf diesem Gleis in den Bahnhof ein. Der 31-Jährige erkannte den Gestürzten und leitete sofort eine Schnellbremsung ein. Der 60-Jährige sah ebenfalls die U-Bahn und rollte sich auf die Seite in Richtung der Stromschiene. Somit fuhr die U-Bahn nicht über den 60-Jährigen.

Glücklicherweise berührte er auch die Stromschiene nicht, da ein Kontakt mit dem Fahrstrom schwere und auch tödliche Verletzungen verursachen kann.
Bei dem Sturz verletzte er sich leicht (Prellungen). Eine ärztliche Behandlung war nicht notwendig.

Der U-Bahnfahrer wurde vom Kriseninterventionsteam des Arbeiter-Samariter-Bundes vor Ort betreut.

Während der Unfallaufnahme war ein Gleis des U-Bahnhofes gesperrt. Der U-Bahnverkehr auf den anderen Gleisen war nicht beeinträchtigt.
Der 60-Jährige wurde wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr angezeigt.

Warnhinweis:

Wenn eine Person in das Gleisbett gerät, bitte sofort die MVG-Notfallsäule am Bahnsteig nutzen! Dort gibt es pro Gleis einen Nothaltgriff, der unverzüglich gezogen werden sollte, um den Zugverkehr anzuhalten. Anschließend ist der in der Notfallsäule integrierte Notrufknopf zu betätigen, um eine Sprechverbindung zum MVG-Betriebszentrum herzustellen. Von dort wird der Fahrstrom der U-Bahn abgeschaltet und die weitere Hilfe koordiniert. Zudem befindet sich unter jeder Bahnsteigkante auf voller Bahnsteiglänge eine Sicherheitsnische, in die sich die ins Gleisbett geratene Person nach Möglichkeit selber retten kann, um dem Gefahrenbereich zu entgehen. Wer ohne Rücksprache mit dem MVG-Betriebszentrum in das Gleisbett steigt, begibt sich in Lebensgefahr!

Quelle: Bayerische Polizei