POL-MFR: (2449) Großeinsätze nach Auseinandersetzungen in Gemeinschaftsunterkunft

27.12.2015 – 12:29

Nürnberg (ots) – Innerhalb weniger Stunden kam es am 26.12.2015 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Nürnberg-Langwasser zu zwei polizeilichen Großeinsätzen. Sowohl die Hintergründe als auch die Tatbeteiligungen bedürfen noch der Aufarbeitung und sind zurzeit noch unklar.

Zunächst rief gegen 18:00 Uhr der Mitarbeiter einer Sicherheitsfirma bei der Einsatzzentrale der mittelfränkischen Polizei an und teilte eine seinen Angaben nach „Massenschlägerei“ in der Unterkunft mit. Umgehend wurden zahlreiche Streifen der Nürnberger Polizei sowie ein Hundeführer zusammengezogen und an den Einsatzort beordert. Dort waren bereits mehrere Rettungswagen sowie ein Notarzt vor Ort. Von einer Schlägerei war zu diesem Zeitpunkt nichts mehr zu bemerken. In einem Rettungswagen wurde ein Bewohner der Unterkunft behandelt. Er hatte aber nur leichte Verletzungen.

Nach Auskunft sowohl des Rettungsdienstes als auch des Sicherheitsdienstes sollten sich auf dem Gelände noch weitere Verletzte befinden. Eine Durchsuchung ergab diesbezüglich aber keine weiteren Hinweise darauf.

Wegen der allgemein aggressiven Stimmung unter etlichen Dutzend Bewohnern mussten die eingesetzten Kräfte bis ca. 19:30 Uhr vor Ort verbleiben. Zu Einsätzen seitens der Polizei kam es dabei aber nicht. Von einigen, möglicherweise an der mutmaßlichen Schlägerei beteiligten Personen mussten lediglich die Personalien festgestellt werden. Dies verlief komplikationslos.

Schon eine Stunde später (ca. 20:30 Uhr) kam erneut eine Mitteilung aus der Unterkunft. Wiederum sollen sich mehrere Dutzend Bewohner ungebührlich verhalten und teilweise aufeinander losgehen. Wieder zog die Einsatzleitung zahlreiche Streifenbesatzungen der Nürnberger Polizei zusammen, um ein gemeinsames Vorgehen auf dem Gelände durchzuführen.

Diesmal schienen wohl Unstimmigkeiten bei der Essensausgabe Anlass für eine heftige verbale Auseinandersetzung gewesen zu sein. Zu Straftaten soll es nach aktuellem Stand nicht gekommen sein. Diesbezüglich dauern aber auch hier die Ermittlungen noch an.

Insgesamt waren an beiden Einsätzen 45 Beamte eingesetzt. Von fünf Personen mussten die Personalien festgestellt werden. Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung wurden zunächst gegen noch unbekannte Täter eingeleitet. Sie dauern noch an.

Bert Rauenbusch/sg

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Quelle: news aktuell / dpa