BPOL-F: Blockadeaktion im Hauptbahnhof stoppt Sonderzug nach Paris

28.11.2015 – 18:15

Frankfurt am Main (ots) – Heute Mittag gegen 13.50 Uhr, kam es am Gleis 1 im Hauptbahnhof Frankfurt am Main zu einer Blockladeaktion von insgesamt sechs Aktivisten. Diese hatten den Sonderzug „Train to Paris“, der sich anlässlich der Weltklimakonferenz auf der Fahrt von Berlin nach Paris befand, mit mehreren Aktionen für rund zwei Stunden blockiert.

Unmittelbar vor der geplanten Abfahrt des Sonderzuges seilten sich plötzlich drei Personen aus der Hallenkonstruktion des Hauptbahnhofes auf den Zug ab. Um den Zugriff von Einsatzkräften zu erschweren, hatten sich zwei der Aktivisten mit Bügelschlössern aneinander gekettet. Zeitgleich zu der Aktion auf dem Dach des Zuges, begaben sich zwei weibliche Personen, etwa 150 Meter vor dem Zug, in den Gleisbereich und ketteten sich dort an den Gleiskörper.

Für die notwendigen polizeilichen Maßnahmen mussten die Gleise 1 und 2 für den Zugverkehr gesperrt werden.

Erst nach Abschaltung der 15.000 Volt führenden Oberleitung konnten die drei Personen, mit technischer Unterstützung der Berufsfeuerwehr Frankfurt am Main, vom Dach des Zuges gebracht werden.

Nachdem auch die Ketten der Aktivisten im Gleisbereich durchtrennt werden konnten, wurden alle sechs Aktivisten vorläufig festgenommen und zur Wache der Bundespolizei gebracht.

Somit konnten die Sperrungen um 15.58 Uhr wieder aufgehoben werden Durch den Vorfall erhielten insgesamt 26 Züge Verspätung. Der Sonderzug verließ den Frankfurter Hauptbahnhof gegen 16.35 Uhr.

Die Ermittlungen der Bundespolizei, insbesondere zur Identität der sechs Aktivisten, dauern noch an.

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Ralf Stroeher
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Quelle: news aktuell / dpa