BPOLI DD: Drogenkonsument verschluckt Beweismittel – Lebensgefahr!

19.11.2015 – 14:18

Dresden (ots) – Ein nicht alltäglicher Fall beschäftigte die Bundespolizei in Dresden, zwei Tage lang. Am Abend des 17.11.2015, kontrollierten Bundespolizisten einen 26-jährigen Deutschen in der, zwischen Dresden Neustadt und Dresden Hauptbahnhof verkehrenden, S-Bahn. Bei der Überprüfung seiner Personalien wurde bekannt, dass der junge Mann polizeilich kein Unbekannter mehr ist und u.a. in der Vergangenheit wegen Drogendelikten aufgefallen war. Bei einer sich anschließenden Nachsuche durch die Bundespolizisten, fanden diese tatsächlich ein sogenanntes szenetypisches „Bubble“. Dabei handelt es sich, um in Folien eingewickelte Drogen. Die Beamten befragten den Deutschen nun, um welche Art von Betäubungsmittel es sich bei diesem Bubble handelt. Diese Gelegenheit nutzte der Mann, stieß den kontrollierenden Bundespolizisten weg, entriss ihm das Drogenpäckchen und verschluckte es! Auf Nachfrage gab der Betäubungsmittelkonsument an, dass der Inhalt des Päckchens Heroin war. Somit bestand Lebensgefahr für den jungen Mann. Er wurde in Gewahrsam genommen und ein Notarzt verständigt. Dieser veranlasste die Einweisung in das Uniklinikum Dresden. Da nicht nur die Gesundheit des Mannes gefährdet war, sondern es sich bei dem Drogenpäckchen auch um ein Beweismittel handelte, wurde der Klinikaufenthalt durch Staatsanwalt und Richter auf 48 Stunden oder bis zum Verlassen des Körpers auf natürlichem Wege ausgedehnt. Im Laufe des heutigen Vormittages wurde die Bundespolizei des Beweismittels wieder habhaft. Dem jungen Mann geht es den Umständen entsprechend gut. Gegen den 26-jährigen wird nun wegen unerlaubten Betäubungsmittelbesitzes und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamten ermittelt.

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Quelle: news aktuell / dpa