07.07.2015 – 15:23
Bremen (ots) –
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Ort: Mecklenburg-Vorpommern, Lärz, Polizeiinspektion Neubrandenburg - Polizei Bremen Zeit: 25. bis 29. Juni 2015
Im Rahmen eines Nordverbundes unterstützten Bremer Polizisten, Spezialisten für Drogenerkennung im Straßenverkehr, die Polizeiinspektion Neubrandenburg während eines Musikfestivals. Die traurige „Schallgrenze“ von 200 Blutentnahmen wurde überschritten.
Seit 1997 findet einmal jährlich auf einem ehemaligen Militärflughafen in Lärz / Mecklenburg-Vorpommern ein viertägiges Musikfestival „Fusion“ statt. Leider bringt eine solche Veranstaltung nicht nur Musikgenuss, sondern auch bei vielen Teilnehmern Alkohol- und Drogenmissbrauch mit sich. Und einige setzen sich unter dem Einfluss der Rauschmittel hinter das Lenkrad. Das ist nicht nur bei Alkohol im Blut, sondern auch bei Drogen aufgrund der Gefährlichkeit im Straßenverkehrsgesetz unter Strafe gestellt. Aus diesem Grund arbeiten die nördlichen Bundesländer eng zusammen, um sich gegenseitig beim Erkennen von Drogen im Straßenverkehr zu unterstützen und gemeinsam zu schulen. So unterstützten in diesem Jahr fünf Beamte der Bremer Polizei in Mecklenburg-Vorpommern. Allesamt sind sie in Bremen Fachausbilder für die Drogenerkennung im Straßenverkehr. Zum einen war die dreitägige Verstärkung eine Fortbildung im eigenen Sinne: Erfahrungssammlung und Erkennen von Verkehrsteilnehmern unter Einfluss von synthetischen Drogen. Zum anderen wurden die Polizisten aus Mecklenburg-Vorpommern, insbesondere Beamte der dortigen Bereitschaftspolizei, im Erkennen von Drogen am Steuer durch Bremer Beamte ausgebildet. Im Rahmen dieser Fachausbildung wurden die Bremer in die Verkehrskontrollen mit eingebunden. Alleine durch sie wurden diverse Fahrten mit Drogen am Steuer festgestellt: 41 Blutentnahmen wurden ausschließlich durch die Bremer Polizisten erkannt, 83 Blutentnahmen wurden durch sie begleitet. Insgesamt hatte das Fusion-Festival einen eigentlich traurigen Höhepunkt zu verzeichnen, es wurden mehr als 200 Blutentnahmen erforderlich. Viele Teilnehmer verschaffen sich mit verschiedensten Betäubungsmitteln ein vermeintlich „gutes und leichtes Gefühl“. Sie unterschätzen allerdings häufig die Folgen und vor allem die Gefährlichkeit der Wirkung im Straßenverkehr. Gerade der Bereich der synthetischen Drogen wirkt im Körper euphorisierend und enthemmend. Das in Verbindung mit der Teilnahme im Straßenverkehr hat gravierende Folgen. Niemand kann Reaktionen und Gefahren für sich und andere abschätzen. Auch die gesundheitlichen und psychischen Folgen werden unterschätzt oder verdrängt.
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