05.05.2015 – 15:12
Schwarzwald-Baar-Kreis (ots) – Mehrere Bundesbankmitarbeiter wurden am Dienstagvormittag, gegen 8 Uhr, auf dem Gelände der Bundesbank durch den unkontrollierten Austritt einer bislang unbekannten, chemischen Substanz leicht verletzt. Die Mitarbeiter hatten mehrere -mit Euro-Scheinen- befüllte Geldpakete aus Marokko geöffnet. Danach traten bei den Mitarbeitern Reizhusten, tränende Augen, Schwindel und Kopfschmerzen auf. Aufgrund dieser Symptome wurden die betroffenen Mitarbeiter durch Notärzte und durch Angehörige des Rettungsdienstes vor Ort erstversorgt. Die Freiwillige Feuerwehr Villingen führte Messungen durch. Demnach waren keine umweltgefährdende Stoffe festzustellen. Es besteht die Vermutung, dass die Geldscheine durch die Mitarbeiter der marokkanischen Bankinstitute mit einer chemischen Substanz, ähnlich einem Schädlingsbekämpfungsmittel, behandelt wurden. Durch die Feuerwehr wurden alle Geldpakete luftdicht verpackt und unter Aufsicht im Tresor der Bundesbank eingelagert. Durch Polizeibeamte, der Abteilung Gewerbe und Umwelt in Villingen, wurden am Unglücksort unverzüglich Ermittlungen aufgenommen. Die Geldpakete werden durch das Landeskriminalamt Stuttgart selektiv einer chemischen Untersuchung unterzogen. Die betroffenen Mitarbeiter konnten inzwischen die Krankenhäuser wieder verlassen. Derzeit sind keine Verdachtsmomente gegeben, dass die noch nicht identifizierten Substanzen mit der Absicht auf die Geldscheine aufgebracht wurden, um Menschen zu schädigen. Der Transportweg zwischen den Bankinstituten und die Transportlagerung in der Schweiz konnte lückenlos nachvollzogen werden. Für ein unbemerktes Einwirken Dritter liegen derzeit keine Anhaltspunkte vor.
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