Polizeipräsidium Mainz
03.03.2015, 12:50 – Polizeidirektion Bad Kreuznach
Kirn und Umgebung, Zwischenfazit zum gemeinsamen Projekt zum Schutz der Natur und hier insbesondere des Waldes durch illegal agierende gewerbliche Pilzsammler
Pilze sammeln ist eine beliebte Möglichkeit, sich in der Natur zu bewegen und gleichzeitig die Grundlage für ein wohlschmeckendes Mahl zu besorgen. Die in 2014 gestartete gemeinsame Initiative zwischen der Polizeiinspektion Kirn und den Forstämtern Soonwald und Bad Sobernheim zielte darauf ab, diese Möglichkeit für den Normalbürger nachhaltig zu sichern. Dies sollte erreicht werden, indem die bekannten Pilzvorkommen vor illegal gewerblichem Sammeln großer Mengen von Speisepilzen geschützt werden. Zielgerichtete Kontrollen der bekannten Sammelgebiete und vor allem Präventionsarbeit waren die gewählten Mittel, diesem Raubbau an der Natur zu begegnen.
Zwischen-Fazit:
Nach dem Start der Initiative im August / September 2014 konnten sowohl Polizei wie auch Forstämter eine gewisse Verunsicherung in der Bevölkerung ausmachen. Viele Anrufe gleichen Inhalts erreichten die Dienststellen: Dürfen wir keine Pilze mehr sammeln? Ab welcher Menge gesammelter Pilze mache ich mich strafbar? Diese Ängste konnten durch Information und Aufklärung genommen werden. Das Bewusstsein der Bevölkerung für die Natur, für unsere Heimat wurde deutlich gestärkt. Viele Sammler gehen nun Ihrer Leidenschaft für Pilze aus einem anderen Blickwinkel nach als zuvor. Auch das Interesse der überregionalen Medien war größer als zuvor erwartet. Viele Fernsehsender und große Tageszeitungen suchten den Kontakt zu der Polizeiinspektion Kirn und den Forstämtern.
Als bisheriges Fazit halten alle Seiten einstimmig fest: Auch wenn kein konkreter Fall von illegal gewerblichen Sammeln von Pilzen bekannt geworden ist, ist alleine dies bereits ein Erfolg. Abschreckung durch Präventionsarbeit war erklärtes Ziel, um dem massenhaften Sammeln von Speisepilzen entgegen zu treten. Das Pilzsammeln in haushaltsüblichen Mengen (bis circa zwei Kilogramm Gesamtmenge pro Person) und für den eigenen Verzehr wird auch in Zukunft jedermann erlaubt sein. Um jedoch auch langfristig eine positive Wirkung zu erreichen, sind Polizei, Forstleute und Waldbesitzer weiterhin auf die Mithilfe der Bevölkerung angewiesen, nach dem Motto: Wir benötigen die Hilfe der vielen vorbildlichen Bürger, um den wenigen uneinsichtigen und schädigenden Leuten Einhalt zu gebieten.
Polizeidirektion Bad Kreuznach
Soonstraße 23
55593 Rüdesheim
Telefon: 0671/92000-215