Pressebericht vom 11.11.2014

Pressebericht vom 11.11.2014

Aus dem Inhalt:

2018. Chexxs! auf der Feiermeile – Prävention mit Spaß-faktor

2019. 23-Jährige sexuell genötigt – Freimann

2020. Raubüberfall in Einfamilienhaus – Ottobrunn

2021. Polizeiliche Bilanz des Fußballspiels in der 2. Bundesliga TSV 1860 München gegen Fortuna Düsseldorf

2022. Schadensträchtiger Kellerbrand – Berg am Laim

2023. Schadensträchtiger Einbruch in Erdgeschosswohnung – Berg am – Laim

2024. Einbruch in Einfamilienhaus – Forstenried

2025. Polizeilicher Schusswaffengebrauch nach Angriff auf Polizeibeamte

2026. Terminhinweis: Wiederholung
Medientermin: Kontrollstelle mit der Thematik “Verzahnung Kriminalitätsbekämpfung – Verkehrsüberwachung“


2018. Chexxs! auf der Feiermeile – Prävention mit Spaß-faktor
Rund 20 Clubs reihen sich auf der Feiermeile zwischen Sendlinger Tor und Maximiliansplatz aneinander – für Nachtschwärmerinnen und -schwärmer ein Hotspot in München. Hier setzt das neue Projekt Chexxs! an. Seit Mitte September sind zehn junge Erwachsene im Alter von 19 bis 26 Jahren an der Feiermeile unterwegs. Sie suchen das Gespräch mit Gleichaltrigen und sensibilisieren für einen bewussteren Alkoholkonsum. Bei einer Pressekonferenz in der Grütznerstube stellten Joachim Lorenz, Referent für Gesundheit und Umwelt, sowie Anne Krüger und Daniel Daum – zwei der zehn ausgebildeten Peers – das neue Projekt vor.

„Bewussterer Umgang mit Alkohol minimiert Gefahren und reduziert auch die Konfliktbereitschaft unter Alkoholeinfluss,“ sagt Lorenz. Dafür sind geschulte Gleichaltrige, sogenannte Peers unterwegs. Die Peers bewegen sich selbst im Partysetting. Mit einem Alkomaten und deutlich erkennbar an ihren Westen und Taschen mit dem Chexxs!-Logo gehen sie auf Jugendliche und junge Erwachsene zu. Ihre Botschaft: Feiern geht auch ohne unkontrollierten Alkoholkonsum. „Das gelingt ihnen besonders gut, weil sie die selbe Sprache sprechen. Sie sprechen mit Gleichaltrigen auf Augenhöhe. Das schafft nicht nur mehr Akzeptanz, das schafft auch mehr Vertrauen“, sagt Lorenz.

Die zehn Peers sind volljährig, in der Regel Studentinnen und Studenten und wurden von Condrobs e.V. und der Stiftung SehnSucht ausgebildet. Seit Mitte September sind freitags und
samstags von 22.30 bis 3 Uhr jeweils drei Peers gemeinsam im Einsatz. Während der ersten fünf Wochenenden wurden 563 Jugendliche und junge Erwachsene (295 männlich und 268 weiblich) kontaktiert. In Aufbauschulungen werden die Peers immer wieder vorbereitet. In kritischen Situationen können sie sich telefonisch an ihre Ausbilderinnen und Ausbildern oder direkt an die Streetworkerinnen und -worker von Condrobs wenden, die ebenfalls auf der Partymeile unterwegs sind. „Die Peers sind nicht für Betrunkene zuständig!“, betonte Lorenz. „Sie haben in ihrer Ausbildung gelernt, wen sie ansprechen und welche Situationen sie lieber der Streetwork oder der Polizei überlassen.“
Chexxs! wurde im Auftrag des Referates für Gesundheit und Umwelt von Condrobs e.V. und der Stiftung SehnSucht entwickelt und ist angebunden an die Streetwork von Condrobs e.V..
Streetwork und Chexxs! knüpfen an das bereits bestehende Projekt „Cool bleiben – friedlich feiern“ an, bei dem sich die Landeshauptstadt München (Kreisverwaltungsreferat und Sozialreferat), das Polizeipräsidium München und die Betreiberinnen und Betreiber der Innenstadtclubs vernetzt haben.

„Chexxs! schließt damit eine Lücke in der Präventionskette. Hier geht es um Suchtprävention und nicht schon um Konfliktlösung“, sagt Lorenz. „Wir konnten hier stark auf bereits bestehende Strukturen zurückgreifen, die in unserem Programm „München sucht Genuss“ gebündelt sind“, erklärte Lorenz. Zwei der Peers sind Anne Krüger (21) und Daniel Daum (20). Mit einem Alkomaten bieten sie Alkoholtests an, sprechen mit den Partygängerinnen und -gängern. „Wir wollen keinesfalls moralisieren. Das Ziel heißt Selbstreflexion“, sagt Krüger. „Viele sind erstaunt, wenn sie ihren Promillegehalt am Alkomaten ablesen“, meint Daum. „Oft sind sie ein wenig überrascht, wenn der geschätzte Wert geringer ist, als der Messwert – in jedem Fall ist für uns Peers viel Spaß bei den Einsätzen dabei“, sagt Daum. Es gehe nicht darum, dass kein Schluck getrunken werde, fügte Krüger hinzu. „Wenn der Eine oder die Andere aber darüber nachdenkt, ob die nächste Bestellungen an der Bar nicht auch mal ein alkoholfreies Getränk sein könnte, haben wir schon etwas erreicht.“


2019. 23-Jährige sexuell genötigt – Freimann
Am Sonntag, 09.11.2014, gegen 17.00 Uhr, war eine 23-Jährige auf dem Nachhauseweg. Sie ging vom U-Bahnhof „Alte Heide“ kommend in die Fröttmaninger Straße. Unterwegs bemerkte sie, dass sie von einem unbekannten Mann verfolgt wurde.

Die 23-Jährige ging daraufhin schneller und der Unbekannte erhöhte ebenfalls sein Tempo. Als er sie eingeholt hatte, fasste er ihr ans Gesäß und an ihre Hüften und onanierte. Die 23-Jährige stieß den Mann daraufhin weg. Anschließend entfernte sich er sich in unbekannte Richtung.

Die geschockte 23-Jährige rief eine Freundin an, die sie abholte und nach Hause brachte. Am nächsten Tag erstattete sie Anzeige bei der Polizei.

Täterbeschreibung:
Männlich, 25 Jahre alt, 175 cm groß, kräftig, Glatze, Südosteuropäer; dunkelblaue Jeans, beiges Kapuzenshirt, hellbraune Lederjacke.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 15, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



2020. Raubüberfall in Einfamilienhaus – Ottobrunn
Am Montag, 10.11.2014, gegen 08.30 Uhr, klingelte es an der Eingangstür eines Einfamilienhauses in Ottobrunn. Eine 74-Jährige öffnete, da sie ihren Mann vom Gassigehen mit dem Hund zurück erwartete. Vor der Tür standen zwei unbekannte Männer und ihr 82-jähriger Ehemann. Die Unbekannten drängten die Frau in den Flur, zeigten einen Ausweis vor und erklärten, dass sie vom Finanzamt sind und das Haus durchsuchen müssen.

Als die 74-jährige Seniorin äußerte, dass sie bei der Polizei nachfragen will, nahm einer der Männer ihr das Telefon ab. Er drohte dem Ehepaar auch mit einer Fesselung, falls sie sich wehren sollten.

Anschließend durchsuchte ein Täter das Haus, während der zweite Unbekannte Aufpasserdienste bei dem eingeschüchterten Ehepaar leistete.

Die beiden Männer flüchteten mit einem hohen Geldbetrag, Verkaufsunterlagen und dem Mobilteil des Telefons in unbekannte Richtung.

Die beiden Geschädigten blieben unverletzt und verständigten die Polizei.

Täterbeschreibung:
1. Männlich, ca. 30 Jahre alt, 172 cm groß, kräftig, schwarze Haare, hochdeutsch; schwarze, hüftlange Leder- oder Kunstlederjacke; zeigte Ausweis/Zettel, weiß mit dunkler Schrift vor; er führte eine grüne Schreibklatte bei sich

2. Männlich, ca. 35-40 Jahre alt, kleiner als 172 cm, schmächtig, dunkle Haare, hochdeutsch; schwarze hüftlange Leder – oder Kunstlederjacke.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 21, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.



2021. Polizeiliche Bilanz des Fußballspiels in der 2. Bundesliga TSV 1860 München gegen Fortuna Düsseldorf
Am Montag, 10.11.2014, fand das Bundesligaspiel TSV 1860 München, gegen Fortuna Düsseldorf, in der Alianz Arena statt.

Bereits am Vortag zog eine Gruppe von ca. 15 bis 20 Düsseldorf Fans in der Nacht vom Karlsplatz in Richtung Marienplatz und anschließend weiter zum Sendlinger Tor. Auf der Wegstrecke beschädigten sie diverse Gegenstände, insbesondere warfen sie Baustellenbeschilderungen, Dixi-Toiletten und Mülltonnen um, schlugen gegen Scheiben und Fahrzeuge. Des weiteren zündeten sie, entlang der Wegstrecke, pyrotechnische Gegenstände. Im Bereich Sendlinger Tor wurden sechs Personen aus dieser Gruppe von Polizeieinsatzkräften festgenommen. Die Festgenommenen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder entlassen. Vor dem Spiel wurden aus einer Gruppe von Heimfans Böller, in einem parallel Tunnel der U-Bahn Station am Marienplatz, gezündet. Durch die U-Bahn Wache konnten 7 Personen bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Bei der Durchsuchung der Heimfans wurden bei einem 16-jährigen Jugendlichen Böller aufgefunden. Er wurde daraufhin vorläufig festgenommen. Von den anderen Personen wurden die Personalien erhoben. Die Ermittlungen zur jeweiligen Tatbeteiligung bzw. die Prüfung der strafrechtlichen Relevanz dauert noch an.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit, wurde im Block 131 in der Alianz Arena durch einen Anhänger der Heimmannschaft ein Böller gezündet und in die unteren Ränge geworfen. Personen wurden von diesem nicht getroffen. Der „Böllerwerfer“ wurde von der Polizei festgenommen. Kurz nach Spielende verließen die Heimultras ihre Blöcke und versammelten sich hinter den jeweiligen Windschutztoren. In größeren Gruppen gingen sie in Richtung Ausgang Süd. Dort trafen sie auf abwandernde Gastfans. Es bahnte sich eine körperliche Auseinandersetzung unter den gegnerischen Fanlagern an. Die Heimultras hatten sich dabei teilweise vermummt. Polizeieinsatzkräfte schoben die beiden Fanlager sofort auseinander und konnten somit eine weitere Eskalation verhindern.

Trotzdem kam es bei dieser Auseinandersetzung zu einer Körperverletzung zwischen Heim- und Gastfans. Drei Personen konnten daraufhin festgenommen werden.



2022. Schadensträchtiger Kellerbrand – Berg am Laim
Am Montag, 10.11.2014, gegen 22.20 Uhr, verständigte ein Gast einer Spielothek in Berg am Laim die Polizei, da er starken Rauch, aus einem Keller kommend, wahr nahm. Anschließend wurden die restlichen Hausbewohner aufgefordert, das Haus zu verlassen.

Die gerufene Feuerwehr konnte den Brandort in einem Kellerabteil lokalisieren und löschen. Im unversperrten Abteil war eine Matratze in Brand geraten und hatte für eine starke Ruß- und Rauchentwicklung gesorgt. Ruß und Rauch drangen somit über das Treppenhaus und die Leitungsschächte bis in die oberen Stockwerke des Wohn- und Geschäftsgebäudes mit 42 Mietparteien.

Der entstandene Schaden beläuft sich auf etwa 250.000 Euro. Personen wurden bei dem Brand nicht verletzt. Nach Beendigung des Löscheinsatzes konnten die Hausbewohner wieder zurück in ihre Wohnungen. Für den Löscheinsatz wurde die Berg am Laim Straße kurzzeitig gesperrt. Die Brandfahnder rückten zum Brandort aus und übernahmen vor Ort die Übermittlungen. Ein technischer Defekt konnte als Brandursache ausgeschlossen werden. Die Matratze wurde vermutlich vorsätzlich angezündet. Täterhinweise liegen derzeit noch nicht vor.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 31, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


2023. Schadensträchtiger Einbruch in Erdgeschosswohnung – Berg am Laim
Am Montag, 10.11.2014, zwischen 08.00 Uhr und 21.00 Uhr, drangen bislang unbekannte Täter in eine Erdgeschosswohnung in Berg am Laim ein. Dabei hebelten sie ein Fenster an der rückwärtigen Seite der Erdgeschosswohnung auf. In der Wohnung durchsuchten sie Wohn- und Schlafzimmer und entwendeten aus dem Schlafzimmer Schmuck und zwei hochwertige Handtaschen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


2024. Einbruch in Einfamilienhaus – Forstenried
Am Montag, 10.11.2014, zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr, versuchten unbekannte Täter in ein Einfamilienhaus in der Karl-Valentin-Straße einzudringen. Zunächst wollten sie erfolglos die Terrassentüre aufhebeln. Danach wurde die Glasscheibe durchstoßen und so mit in die Wohnung eindringen. Das Anwesen wurde von den Tätern durchsucht. Nach den bisherigen Feststellungen des Geschädigten wurde nichts entwendet.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 53, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.


2025. Polizeilicher Schusswaffengebrauch nach Angriff auf Polizeibeamte
Am Dienstag, 11.11.2014, gegen 01.40 Uhr, erhielt die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München über den Notruf die Mitteilung, dass ein Patient einer Klinik in Haar, einen Suizid-Versuch unternommen hat und sich nicht behandeln lassen will.

Beim Eintreffen der Polizeistreife stand ein 41-jähriger Patient mit einer abgebrochenen Glasflasche und Scherben einer Glasscheibe in der Hand im Krankenhaus. Dieser hatte sich mit der Glasflasche Schnittwunden am Hals, in der Absicht sich umzubringen, zugefügt.
Die Polizeibeamten versuchten mit dem 41-Jährigen ins Gespräch zu kommen und ihn zur Aufgabe zu bewegen. Er war jedoch nicht zugänglich und ging plötzlich mit der abgebrochenen Flasche und den Scherben auf die Polizisten los. Einer der Beamten konnte den Angreifer nur durch einen Schuss aus der dienstlichen Waffe stoppen.

Der 41-jährige Verletzte kam mit einem Notarzt in ein Münchner Krankenhaus.

Die eingesetzten Polizeibeamten wurden bei dem Einsatz nicht verletzt.

Die Staatsanwaltschaft München I führt zusammen mit dem Bayerischen Landeskriminalamt Voruntersuchungen zum Schusswaffengebrauch durch.



2026. Terminhinweis: Wiederholung Medientermin: Kontrollstelle mit der Thematik “Verzahnung Kriminalitätsbekämpfung – Verkehrsüberwachung“
Das Polizeipräsidium München führt bereits seit längerer Zeit immer wieder sogenannte “Verzahnungskontrollen“, welche Kontrollen zur Kriminalitätsbekämpfung mit gezielter Verkehrsüberwachung kombinieren, durch.

Allen Medienvertretern wird nun Gelegenheit gegeben, eine entsprechende Kontrollstelle vor Ort zu besuchen und zu begleiten.

Medientreffpunkt hierfür ist:

Mittwoch, 12. November 2014,
um 13.00 Uhr,
U-Bahnhof Arabellastraße
(an der Oberfläche)

Alle Medienvertreter sind eingeladen, an dem genannten Termin teilzunehmen.



Quelle: Bayerische Polizei