Nach Bedrohung einer Familie – Tatverdächtige auf verschiedene Unterkünfte verteilt – Suizidversuch von Polizei vereitelt

Nach Bedrohung einer Familie – Tatverdächtige auf verschiedene Unterkünfte verteilt – Suizidversuch von Polizei vereitelt

BAD BRÜCKENAU OT VOLKERS, LKR. BAD KISSINGEN. Mit der Aufteilung mehrerer Personen auf verschiedene Unterkünfte für Asylsuchende hat die Regierung von Unterfranken in enger Zusammenarbeit mit der Polizei darauf reagiert, dass am vergangenen Wochenende eine aus der Ukraine stammende Familie von mehreren Männern offensichtlich bedroht worden war. Drei Tatverdächtige waren in Gewahrsam genommen worden. Bei einem von ihnen konnten Polizeibeamte bei ihren Kontrollgängen einen Suizidversuch verhindern.

Die Bad Brückenauer Polizei war am Samstagnachmittag gegen 17:30 Uhr zu einer Asylbewerberunterkunft im Bad Brückenauer Stadtteil Volkers gerufen worden. Dort waren eine Frau und ihr Kind von einem Mann offenbar mit einem Messer bedroht worden. Der Ehemann, der auch die Polizei verständigt hatte, erklärte, dass auch er seit der vergangenen Woche gemobbt und schikaniert würde. Offensichtlich hatte sich eine Gruppe von albanischen Mitbewohnern gebildet, die für diese Schikanen verantwortlich waren. Grund der Schikanen dürfte der Notruf des Ukrainers vom Donnerstagabend gewesen sein. Einer der drei Beschuldigten hatte in einem Streit seine Frau verletzt, die lautstark um Hilfe gerufen hatte. Daraufhin war die Polizei angerückt, hatte den Sachverhalt vor Ort aufgenommen und Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet.

Bei den Ermittlungen hatte sich herausgestellt, dass auch der Anrufer mit einem Messer bedroht worden war. Bei der Sachverhaltsaufnahme, bei der aufgrund der vor Ort herrschenden gereizten Stimmung weitere Streifenbesatzungen hinzugezogen worden waren, wurden drei Männer im Alter von 30 – 43 Jahren als Tatverdächtige ausfindig gemacht. Um eine weitere Eskalation vor Ort zu unterbinden, wurden die Beschuldigten in Sicherheitsgewahrsam genommen, der in der Folge von einem Richter bestätigt wurde.

Ein 32-Jähriger wurde in den Abendstunden wegen gesundheitlicher Probleme in ein Krankenhaus eingeliefert, wo er dann unter Polizeibewachung stand. Der Jüngste der drei Männer, der in einer Arrestzelle in Schweinfurt untergebracht war, unternahm dort am Montagmittag einen Suizidversuch. Dies wurde aber bei den regelmäßig durchgeführten Kontrollgängen der Schweinfurter Polizei rechtzeitig entdeckt. Der Mann hatte offenbar nur leichtere Verletzungen erlitten. Er wurde in ein Schweinfurter Krankenhaus gebracht. Nach den dort durchgeführten Untersuchungen wurde der 30-Jährige wegen Selbstgefährdung in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Auf die gespannte Situation in der Asylbewerberunterkunft in Volkers reagierte die Regierung von Unterfranken mit der Verlegung der Tatverdächtigen in verschiedene Asylbewerberunterkünfte. Gegen die drei Beschuldigten wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Bedrohung eingeleitet.



Quelle: Bayerische Polizei