Streit zwischen Heimbewohnern endet in Schlägerei

Polizeimeldung Nr. 1839 vom 08.08.2014
Tempelhof – Schöneberg

Eine Auseinandersetzung zwischen etwa 100 Personen führte gestern Nachmittag zwischen 14.20 und 17.20 Uhr zu einem Polizeieinsatz in einer Flüchtlingsunterkunft in der Marienfelder Allee in Tempelhof. Die Heimleitung hatte die Polizei alarmiert, weil zwei rivalisierende Gruppen von syrischen Staatsangehörigen und Tschetschenen wiederholt in Streit gerieten. Bei Eintreffen der Polizei flüchteten mehrere Beteiligte von dem Gelände und die Lage beruhigte sich. Bei der Absuche der Umgebung wurde in einem Gebüsch eine Softair-Waffe aufgefunden und sichergestellt, die nach ersten Ermittlungen von Beteiligten auf dem Unterkunftsgelände gezeigt und zunächst für eine scharfe Schusswaffe gehalten wurde.
Trotz der Verstärkung des privaten Wachschutzes auf dem Gelände gerieten gegen 22.10 Uhr erneut bis zu 60 Personen aus Syrien und Tschetschenien in eine körperliche Auseinandersetzung. Fünf Personen wurden wegen ihrer Verletzungen mit Rettungswagen der Feuerwehr in Krankenhäuser gebracht, von denen zwei Verletzte mit Kopfplatzwunden und Schnittverletzungen stationär verblieben. Erst durch den Einsatz von 80 Polizeibeamten und der Unterstützung von zwei Diensthunden konnte die Lage beruhigt werden. Der Einsatz war gegen 3 Uhr nachts beendet. Acht Tatverdächtige wurden festgenommen und nach erkennungsdienstlichen Maßnahmen wieder entlassen. Die Polizeibeamten fertigten Anzeigen wegen Landfriedensbruchs und gefährlicher Körperverletzung.

Quelle: Polizei Berlin