08.08.2014 | 13:15 Uhr
Landkreis Verden (ots) –
Fahrerin des gesuchten schwarzen Autos ermittelt Ottersberg (hc). Am Montagabend ereignete sich gegen 19 Uhr auf der Straße Wümmingen (L155) ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem sechs Menschen verletzt wurden (siehe Pressemitteilung der PI Verden/Osterholz im Presseportal vom 04.08.2014, 20.44 Uhr). Aufgrund erster Angaben am Unfallort stellte sich das Unfallgeschehen zunächst derart dar, dass ein unbekannter Autofahrer die A1 in Richtung Hamburg befuhr und an der Anschlussstelle Posthausen die Autobahn verließ, um an der L155 nach links in Richtung Posthausen abzubiegen. Der Unbekannte habe dann einem aus Richtung Posthausen kommenden Fahrer eines VW Polo die Vorfahrt genommen, sodass der Polofahrer auf die Gegenfahrbahn habe ausweichen müssen und hier frontal mit einem BMW SUV kollidierte. Vier Kinder und zwei Erwachsene wurden bei dem Zusammenstoß verletzt. Vom unbekannten Autofahrer fehlte am Unfallort jede Spur. Dieser Unfalldarstellung folgend hat das Polizeikommissariat Achim die Ermittlungen wegen Unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung aufgenommen. Eine dreiköpfige Ermittlungsgruppe beschäftigte sich mit der Frage, wer der vermeintlich Unfallflüchtige ist, wer verantwortlich für sechs Verletzte ist. Die Informationen zu Beginn der Nachforschungen waren rar: Man suchte einen Fahrer oder eine Fahrerin eines "schwarzen Autos". Am heutigen Freitag ist die Ermittlungsgruppe einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Ermittlungen haben ergeben, dass eine ältere Frau aus Dortmund, die heute bereits polizeilich vernommen wurde, zum Unfallzeitpunkt am Unfallort war. Sie hat mit ihrem schwarzen Pkw auch tatsächlich den Einmündungsbereich, den späteren Unfallort, erreicht. Darüber, was im weiteren Verlauf geschah, gibt es unterschiedliche Aussagen. Unklar ist, ob die Frau mit ihrem Pkw im Einmündungsbereich zu weit auf die L155 fuhr, sodass der Polofahrer ausweichen musste, oder ob sich die Frau korrekt an die L155 näherte, der Polofahrer aber die Situation falsch einschätzte und auswich, obwohl dies nicht zwingend erforderlich war. Sicher ist, dass die Frau den Unfall gesehen hat und am Unfallort sogar Erste Hilfe leisten wollte. Da sie keinen Zusammenhang sah zwischen dem Unfall und ihrem vermeintlichen Fehlverhalten, setzte die Frau ihre Fahrt fort. Die Ermittlungen des Polizeikommissariats Achim gegen die Frau aus Dortmund, aber auch gegen den Polofahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung dauern an. WEITERE AUSKÜNFTE ZUM ERMITTLUNGSSTAND SIND AUSDRÜCKLICH ZURZEIT LEIDER NICHT MÖGLICH
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