Archiv für den Monat: Juli 2014

PD Dresden – Busunfall mit mehreren Toten – Ermittlungsstand

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Busunfall mit mehreren Toten – Ermittlungsstand

Verantwortlich: Thomas Geithner

Stand: 19.07.2014, 18:00 Uhr

Landeshauptstadt Dresden

Stand: 17.00 Uhr


Busunfall mit mehreren Toten – Ermittlungsstand


Zeit: 19.07.2014, 01.50 Uhr
Ort: Dresden, BAB 4, Dresden-Erfurt


In der Nacht befuhr der polnische Doppeldecker-Reisebus Setra 431DT (Fahrer polnischer Staatsangehöriger, 44 Jahre alt) die BAB 4 in Richtung Erfurt. Der Reisebus war mit 66 Personen besetzt. Kurz nach der Autobahnanschlussstelle Dresden-Neustadt (in Höhe des km 7,9 zwischen der Brücke Flutrinne und der Elbbrücke) fuhr dieser Reisebus auf einen in der rechten Fahrspur unmittelbar vorausfahrenden ukrainischen Reisebus Neoplan auf.


Der ukrainische Reisebus, besetzt mit einer Reisegruppe von 21 Personen (17x ukrainische, 3x russische sowie 1x türkische Staatsangehörigkeit), darunter acht Kinder (7x ukrainische und ein 1x türkische Staatsangehörigkeit), wurde nach vorn beschleunigt, konnte aber nachfolgend kontrolliert am rechten Fahrbahnrand halten.


Der polnische Reisebus kam nach dem Anstoß nach links ab, durchbrach die Mittelleitplanke und kollidierte frontal mit einem in der Gegenrichtung fahrenden polnischen Kleinbus Renault Master (Fahrer polnischer Staatsangehöriger, 38 Jahre). Dabei überrollt er diesen teilweise. Bei den Insassen handelt es sich um neun polnische Staatsangehörige.


In der weiteren Folge durchbrach der Reisebus noch die Seitenleitplanke, stürzte die ca. 10 m hohe Böschung hinab. Er überschlug sich hierbei und kam auf der linken Fahrzeugseite zum Liegen.


Bereits an der Unfallstelle erlagen neun Personen ihren Verletzungen. Eine weitere Person verstarb im heutigen Tagesverlauf. Von diesen zehn Personen konnten bislang fünf zweifelsfrei identifiziert werden. Es handelt sich dabei um drei polnische Männer und zwei polnische Frauen. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen der noch nicht zweifelsfrei identifizierten fünf Toten dauern gegenwärtig noch an. Vor dem Hintergrund kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden, aus welchem Fahrzeug wie viele Personen verstorben sind.


Insgesamt sind derzeit 69 Menschen bekannt, die durch den Unfall verletzt wurden. Gegenwärtig lässt sich die Schwere ihrer Verletzungen nicht konkreter aufschlüsseln. Genauso wenig kann gesagt werden, wie sie sich auf die Fahrzeuge verteilen.


Fest steht bislang, dass von der ukrainischen Reisegruppe vier Erwachsene leichte Verletzungen erlitten. Diese konnten nach Behandlung in einem Dresdner Krankenhaus wieder entlassen werden. Die gesamte Reisegruppe setzte ihre Reise gegen 15.00 Uhr mit einem gecharterten Ersatzbus zu ihrem Zielort Nürnberg fort.


Unter den Verletzten befindet sich auch der Fahrer des unfallverursachenden Reisebusses. Gegen ihn wurden von der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung aufgenommen.


Die Bundesautobahn 4 war bis 10.30 Uhr in beide Fahrtrichtungen voll gesperrt. Gegen 10.30 Uhr konnte zunächst die Fahrtrichtung Erfurt freigegeben werden, gegen 13.00 Uhr auch die Gegenrichtung. Stau und mehrstündige Einschränkungen waren die Folge.


Angaben zur Schadenshöhe liegen derzeit nicht vor.


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Quelle: Polizei Sachsen



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Pressemeldungen für den Landkreis Ostallgäu & Kaufbeuren vom 19. Juli 2014

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