POL-K: 140314-1-K Notlage vorgetäuscht und Seniorin um Schmuck geprellt

14.03.2014 | 08:05 Uhr

POL-K: 140314-1-K Notlage vorgetäuscht und Seniorin um Schmuck geprellt
   

Köln (ots) – Polizei Köln warnt vor Schockanrufen

„Ihr Sohn ist verunglückt – und benötigt dringend Geld für eine Operation!“ Mit diesen Worten hat ein dreister Schockanrufer am Mittwoch (12. März) eine Kölner Rentnerin (84) um ihren Schmuck gebracht. Dabei hatte der Unbekannte die Seniorin dazu veranlasst, ihren gesamten Schmuck auszuhändigen, um eine Operation ihres angeblich verunglückten Sohnes zu finanzieren.

Gegen Mittag hatte der unbekannte Mann die alte Dame aus dem Kölner Stadtteil Poll angerufen. Er gab sich als Arzt der Uniklinik Aachen aus und berichtete hektisch von einem angeblichen Unfall ihres Sohnes. Dieser würde nun für eine neuartige und kostspielige Operationsmethode dringend 12.000 Euro benötigen. Die 84-Jährige gab an, soviel Bargeld nicht zu besitzen. Daraufhin veranlasste der Unbekannte die Frau, ihren gesamten Schmuck im Wert von mehreren eintausend Euro in eine Plastiktüte zu packen. Ein Bote, der sich in der Nähe befindet, würde diese dann abholen.

Noch während des Telefonats klingelte es an der Tür. Der Anrufer bestätigte, dass es sich um den Überbringer handeln würde – und die Rentnerin händigte dem 16- bis 20-Jährigen den Schmuck aus. Daraufhin verschwand der junge Mann. Ein Anruf bei der Firma des Sohnes klärte schließlich, dass dieser mitnichten verunfallt ist und operiert werden muss…

In diesem Zusammenhang rät die Polizei:

– Lassen Sie sich durch solche Anrufe nicht schocken!
– Seien Sie misstrauisch, wenn Sie mit solchen Geldforderungen unter
Druck gesetzt werden! Es ist absolut nicht üblich, Geld für eine
notwendige ärztliche Behandlung per Vorkasse in bar zu kassieren oder
dafür Sachwerte wie Schmuck zu fordern!
– Tätigen Sie einen Rückruf bei dem angeblich erkrankten oder
verunglückten Angehörigen! Meist klärt sich der Sachverhalt schon
dadurch auf!
– Händigen Sie niemals Geld oder Wertsachen an Fremde aus!
– Sprechen Sie umgehend mit Ihren Angehörigen über solche
Vorkommnisse oder wählen Sie die 110 und sprechen Sie mit der
Polizei!

(lf)

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Köln
Pressestelle
Walter-Pauli-Ring 2-6
51103 Köln

Telefon: 0221/229 5555
e-Mail: pressestelle.koeln(at)polizei.nrw.de

www.koeln.polizei.nrw.de

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Quelle: news aktuell / dpa