19.02.2014 | 14:26 Uhr
BPOL-F: Pfeffersprayattacke im Zug
Frankfurt am Main (ots) – Eine Fahrscheinkontrolle in der Regionalbahn 15264 von Hanau nach Frankfurt am Main endete am Dienstagabend, gegen 19.15 Uhr, mit dem Pfeffersprayangriff eines Reisenden gegen die Zugbegleiterin und zwei weitere Bahnmitarbeiter.
Ein 34-Jähriger aus Frankfurt fuhr mit dem Zug ohne eine Fahrkarte zu besitzen. Während der Fahrscheinkontrolle rastete er aus, beleidigte die Zugbegleiterin, zog ein Pfefferspray und sprühte gegen die Wand. Die Schaffnerin flüchtete und versuchte sich im Lokführerstand vor dem Angreifer in Sicherheit zu bringen. Der Mann jedoch verfolgte sie und blockierte die Tür zum Führerstand mit seiner Hand.
Der Lokführer stoppte den Zug im Frankfurter Südbahnhof, um gemeinsam mit einem weiteren Bahnmitarbeiter der Zugbegleiterin helfen zu können.
Unbeirrt von den herbeieilenden Helfern, tobte der Frankfurter weiter und sprühte nun das Pfefferspray direkt in Richtung der drei Bahnmitarbeiter.
Die verständigten Beamten der Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main überwältigten den aggressiven Mann im Zug und brachten ihn zur Wache.
Neben dem eingesetzten Pfefferspray beschlagnahmten die Beamten noch ein Messer und Betäubungsmittel. Zusätzlich wurde ein Atemalkoholtest durchgeführt, welcher einen Wert von 1,05 Promille ergab.
Ein Ermittlungsverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, gefährlicher Körperverletzung, Beleidigung und Verstoß gegen das Waffen- und Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet.
Nachdem der Frankfurter sich wieder beruhigt hatte, wurde er auf freien Fuß gesetzt.
Nach der Pfeffersprayattacke mussten alle drei Bahnmitarbeiter ärztlich versorgt werden.
Rückfragen bitte an:
Bundespolizeiinspektion Frankfurt/Main
Monique Schubert
Telefon: 069/130 145-1310
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